| Fieber |
Schwankent fühl ich mich getragen, hin - wo Erde aufgehäuft. Hör traurig Menschen leise sagen: „Wie schnell ein Leben doch verläuft” Dumpf vernehm ich große Worte, dass ich im Leben viel geschafft zum Frieden bleibe hier am Orte wo die Grube offen klafft Schon greifen derbe Männerhände das hölzern Werk mit sanfter Kraft bringen so die Pflicht zu Ende für jeden der dahin gerafft Hinab ins Erdgewölbe Dunkel Panik lähmt schon meine Glieder Hör leise Stimmen munkeln. Seh ich der Sonnen Glanz nie wieder? Soll das das Ende für mich sein hab noch nicht gelernt zu leben eingesperrt im hölzern Schrein kann zum Licht mich nicht mehr heben? Bös - Gesichter mich verhöhnen tief unter in der Erden hört denn niemand hier mein Stöhnen lasst ihr mich so einfach sterben? Bin ich dem Tod schon zugeschrieben lautlos fing ich an zu schrein vom Leben völlig abgetrieben? Todesangst packt mein Gebein. Plötzlich dringen Laute an mein Ohr ein fröhlich Kinderlachen steig ich zum Leben doch empor, werd zu Leben ich erwachen? Todeskrank lag ich danieder, aufgewacht - ich glaub es kaum. Aufgewacht vom schlimmen Fieber, all das Böse - nur ein Traum. |
| Copyright © 2003 by Roman Hauser |