| Leid |
Abend wird’s nun wieder und der Tag geht auch zur Ruh. Anerzognes, falsch Gebieder, jetzo schläfst auch du. Nur überdeckt ists an den Tagen, was oft im Traum Dich jäh erwacht! Siehst Kinderaugen, die Dich fragen, hast Du an Hunger je gedacht? Gepäppelt und geborgen, und von der Mutter Schlaflied eingelüllt, wardst Du erwachsen, ohne Sorgen, und Papa hat Dein Konto schon gefüllt. Doch große Augen kommen wieder, die einst die Eltern um den Schlaf gebracht, hast Du Verstand, Mensch, schlag nicht nieder, was Dein Gefühl Dir treulich sagt. Sei klug, beherzt und auch nicht kleinlich, wenn Dich mal fremdes Leid anweht, die Erde ist so alt - und unwahrscheinlich ist nicht, dass Du entschlossen zu ihr stehst. |
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