Am Strand

Die Sonne steigt am Horizont. Blutrot.
Alleine am Strand, sitze ich und warte.
Das Meer ruhig, ein großer Spiegel.
Ganz sachte gleite ich ins Wasser.
Ich lasse mich tragen, keine Bewegung.
Wer möchte den Spiegel zerstören.

Mittagshitze, überall Menschen.
Ich schau auf die Unendlichkeit.
Die Wellen bereiten Vergnügen.
Stimmengewirr, Lachen, Schreie.
Ich schaue zu, das Meer bewahrt Ruhe:
Welle auf Welle kommt im gleichen Takt.

Die Sonne ist tief ins Wasser getaucht.
Leuchtend ein letzter Gruß.
Leises Plätschern verabschiedet mich.
Farben verändern sich für die Nacht.
Langsam gehe ich nach Hause, wissend,
das Meer erwartet mich auch morgen.





Copyright © 2004 by Marion  Gehring