abendstimmen (8)

bin ich echt – allein? … der abend
streicht, ein schwarzer räuber,
mir ums kahle bein, er hilft mich
zu entblättern. zur hintertür weht kälte,
reine kälte, die tagsüber im gesicht.
bald wird in mir verwintern, was
kalt, noch schwitzte glut,
bald gurgelts aus den wunden
gefallener hervor.

ausfliesst der kahle sommer: fliesen
aufgeschwemmte worte unser land
mit wechselnden gezeiten. haufen-
weise worte, klaftertiefes treiben,
die schwatzhaft überfluten: eines tages
tand, der weitre hürden stellt.

der einbruch in den langen tag,
wie sinnlos angetan. das
worden sein wird sinnig – wird
überhängig, abends zugebracht.



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